| Luftfeuchtigkeit
Abgesehen davon, daß die richtige Luftfeuchtigkeit unserer Gesundheit zuträglich ist, sollte für Musikinstrumente ein gewisser
Feuchtebereich nicht
verlassen werden, da es sonst Probleme mit Saitenlage und Rissen im Resonanzboden geben kann.
Ich persönlich halte den Bereich zwischen 40% und 75%
relativer Luftfeuchte für angemessen. Das Hauptproblem beim Einhalten dieses Bereiches
ist, ein genau funktionierendes Hygrometer zu bekommen. Meiner Erfahrung nach sind
elektronische Gräte oft sehr unpräzise. Abweichungen von mehr als 10% plus oder minus habe ich schon gesehen. Geeigneter ist ein Haarhygrometer, das allerdings justierbar sein sollte. Ob teuer oder preiswert, diese Geräte müssen in regelmäßigen Abständen nachgeregelt werden.
In den Beschreibungen wird meist empfohlen das Hygrometer in
ein feuchtes Tuch zu wickeln und dann nach etwa einer halben Stunde mit der
Justierschraube einen Wert von 95% einzustellen. Damit ist der Bereich um 95% recht genau,
aber wer hat schon eine Luftfeuchtigkeit wie im Regenwald in seiner Wohnung.
Besser ist es, den Bereich zu justieren, der auch überwacht
werden soll. So zum Beispiel etwa 50% relative Luftfeuchtigkeit. In der unten angeführten Tabelle sind einige Salze
genannt, die in gesättigter Lösung bei 20 Grad Celsius sehr präzise Luftfeuchten
produzieren.
Es ist ganz einfach. Sie nehmen ein Glas Wasser und rühren solange das entsprechende Salz ein,
bis sich nichts mehr löst. Diese Flüssigkeit gießen Sie mit dem Bodensatz in ein luftdicht abschließbares größeres
Gefäß. Nun legen Sie Ihr Hygrometer so auf eine Unterlage in das Gefäß, dass
es nicht
mit der Salzlösung in Kontakt kommt. Dann schließen Sie das Gefäß und können nach
etwa einer halben Stunde Ihr Hygrometer auf den Wert einstellen, der zum benutzten Salz
gehört.
Wenn es Ihnen zuviel Mühe bereitet ein passendes Salz aus der
Apotheke zu besorgen, können Sie auch Kochsalz (Natriumchlorid) nehmen. Es liegt zwar mit 76% an der oberen Grenze des brauchbaren Bereiches, ist aber immer noch
geeigneter als die Methode mit dem nassen Lappen.
Sollte Ihr Hygrometer keine Möglichkeit zum Justieren haben,
dann legen Sie es in das Gefäß und merken sich einfach den Wert den es anzeigt. Bei
dieser Zahl haben Sie dann natürlich die Feuchtigkeit, die das jeweilige Salz produziert.
Das Ganze funktioniert auch mit batteriebetriebenen digitalen Geräten.
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